Dienstag, 28. Juni 2016

Schenk der Welt ein Lächeln



Wie schon von mir angekündigt - und auch, wenn es ein wenig gedauert hat - ein Gedicht von mir, das im Essener Morgen vom 17. März. Das Gedicht spricht von einer farbenfrohen Welt für alle Menschen. Und da wir in letzter Zeit so viele tolle Menschen und Idole verloren haben möchte ich es für einen kleinen Apell nutzen: Laßt sie nicht umsonst gelebt haben, tragt ihre Werte in eurem Herzen weiter und laßt uns eine bunte Welt bauen, die auf Menschlichkeit beruht. Also: Schenkt der Welt ein Lächeln und macht sie ein wenig bunter.

Viel Spaß beim Lesen,
Euer Kleckser




Dienstag, 21. Juni 2016

Die Gewinner der Blogtour


Ladies and Gentelman, kommen wir nun zur größten Preisverleihung aller Zeiten.
Darf ich um einen Trommelwirbel bitten?

Hier sind sie nun:

Der 1. Preis und damit das signierte Taschenbuch geht an Jenny Siebentaler.
Einen Tusch bitte!

Die beiden signierten Meisterwerksblogtour-eBooks gehen an:
Tiffy2000 und Daniela Schiebeck


Und last, but not least der wunderschöne Stoffdrache geht an:
Martina Lahm

Ich hoffe ihr hattet viel Spaß an der Blogtour und ich darf euch ganz herzlich zu euren Gewinnen gratulieren.

Sonntag, 19. Juni 2016

Zauberwesen und kein Ende

So, da einige Anfragen kamen wo denn ein Beitrag einer Bloggerin zu dieser Blogtour geblieben sei (die Dame hatte leider Internetprobleme) poste ich euch zum Ersatz hier mal einen Artikel, so wie ich ihn geschrieben hätte, viel Spaß beim Lesen:


Zauberei und Drachenei,  
Phantasie und viel Magie, Hexenbesen Zauberwesen,
All dies sei nun hier vereint,
Nicht nur weil es sich schön reimt.  
Sondern weil es dich verzaubern wird,  
Und zu fernen Orten führt,  
Deine Sinne gar verführen,  
Auch wenn sie nur im Kopf passieren.


Das Drachenei des Columbus – Mythologie und ihre Urpsrünge



Mythisch und mystisch geht es in unseren heutigen Fantasyromanen zu. Dort tummeln sich Kobolde, Einhörner, Drachen und Trolle. Doch wo kommen diese Wesen ursprünglich her? Wer hat sie sich ausgedacht und wofür standen sie? Nun die Antwort ist ganz einfach: Unsere Altvorderen haben sie zumeist schon vor über tausend Jahren erdacht. Damals waren diese Wesen Bestandteil ihrer Religion, ihres Alltags und ihres Weltbildes. So glaubten die Menschen wirklich, daß wenn sie ein missgestaltetes Kind hatten, es sich um ein Wechselbalg, also ein von einem meist düsteren Wesen im Kindbett ausgetauschtes Kind handele. (Was leider im schlimmsten Falle sogar zur Tötung dieser Kinder führte.) Auch das Wort Albtraum oder Alpdrücken kommt aus dieser Zeit, dachte man doch damals, das ein Albtraum dadurch entstehe, daß ein finsterer Alp – heute würde man ihn als Dunkelelfen bezeichnen – auf der Brust des Träumers säße und ihm so nicht nur das Atmen schwermachen würde , sondern auch noch böse und finstere Träume beschere. Natürlich waren bei weitem nicht alle Wesen so finster und garstig. Die hilfsbereiten Heinzelmännchen halfen den Menschen wirklich gern und wo sie konnten. All diese Geschichten wurden zu Legenden, irgendwann aufgeschrieben und sind uns bis heute als Überlieferung erhalten geblieben. Und so war dies weltweit, in allen menschlichen Kulturen. Donner, Blitz, Feuer und alle uns umgebenen Naturkräften, die damals – im Guten wie im Schlechten – zum menschlichen Leben dazugehörten wurden mit Naturgeistern und Göttern erklärt. In unserer abendländischen Kultur und Überlieferung sind vor allen das römisch/griechische Weltbild mit all seinen Göttern und Helden wie Prometheus oder Heracles (Hercules) erhalten geblieben, da diese Mythenwelt mit ihren Sirenen und Zyklopen durch ihre weitverbreitete Schriftform den Weg bis in unser heutiges Zeitalter gefunden hat. Doch auch über die germanische Götter und Sagenwelt kennen wir uns dank der Niederschrift der Edda sehr gut aus. Das keltische mit seinen verschiedenen Feenwesen wie Leprechauns, Rotkappen, Brownies und Wichteln ist uns vor allen durch mündliche Überlieferung erhalten geblieben. All dies findet bis heute Eingang in unsere Kunst und Kultur und gehört zum europäischen Erbe, sind es doch diese Wesen, die uns unsere Vorväter überlassen haben.

Zauberei und Fantasy



Magisch und voller übermenschlicher Kräfte geht es in unseren Fantasyromanen zu. Böse Erzmagier und finstere Dämonen bedrohen nicht selten ganze Königreiche und unerschrockene Helden müssen diese mit viel List aber auch magischen Waffen und Fähigkeiten vor seinem Untergang bewahren. Doch glaubt heute kaum jemand mehr an Zauberei oder Magie, dafür hat ein aufklärerisches wissenschaftliches Weltbild gesorgt. Die alten Zauberwesen aus unseren Mythen und Legenden stehen heute sinnbildlich für unsere Ängste und Sehnsüchte. Sie belehren uns in Fabeln und modernen Märchen. Stehen stellvertretend für unser menschliches Tun und lassen uns dies –durch eine Verschiebung in eine phantastische Traumwelt – neu hinterfragen. So lebt in dieser wundersam schillernden Literaturgattung das Erbe unserer Vorväter weiter und bleibt dort auf wundersame Weise lebendig.

Das Magische in „Werke eines großen Meisters“



Auch in „Werke eines großen Meisters“ habe ich versucht mich an dieser Tradition versucht. An jeder Ecke soll hier die Magie den Leser verzaubern und mit alten Fabelwesen sollen neue Allegorien auf unsere Zeit und Gesellschaft ziehen. Das Buch soll mit schillernder Fantasie philosophieren, ohne schwermütig oder schwere Kost zu sein. Die mythologischen Ursprünge hierbei sind klar erkennbar: Während sich die Kurzgeschichten vor allen bei den Kelten und Germanen bedienen und  Drachen Hexen und Magier – die schon ein wenig an die alten Druiden erinnern – wieder auferstehen lassen, so orientiert sich die romanhafte Hauptgeschichte vor allen Dingen am griechischen. So ist die mythologische Gestalt des Morpheus der Sohn des Schlafgottes Hypnos und selbst Gott der Träume.

Alle Beiträge der Blogtour:


Das Cover, das sich ins Buch verirren konnte
Ein Kurzgeschichtenroman? Was ist denn das?
Chapeau Schapo, der Zylinder der zum Romanheld 
Wundersame Traumwelten
"Werke eines großen Meisters" - Wer steckt dahinter
(Meinen findet ihr unter diesem Post)

 

Die Gewinnspielfrage lautet:

 

(Teilnahmebedingungen entnehmt bitte dem Post unter diesem.)
Welchen Vater hat der Traumgott Morpheus?

Die Gewinner werden am Montag gezogen und bekanntgegeben.

Dienstag, 7. Juni 2016

Lyrik und andere schräge Worte. Das Spiel der Worte und andere Besonderheiten von „Werke eines großen Meisters“




Hm ja, nachdem die Themen der Blogtour verteilt waren blieb dieses Thema übrig, also habe ich das einfach mal übernommen. Und was mache ich nun? Ich kann mich doch nicht einfach so beweihräuchern und erzählen, wie toll die Lyrik in meinem Buch ist …

Sowas macht man doch nicht …

Wobei ... warum eigentlich nicht?!?

Meine Lyrik ist nämlich toll! SO!

Kannst einpacken Goethe, hier kommt „Werke eines großen Meisters“!

The new master of Lyrik is in town! Weißte bescheid!

Na gut: Der Zauberlehrling, Prometheus, Der Erlkönig, Faust und so, das sind schon richtig tolle Sachen, die der olle Geheimrat da zustande gebracht hat. Vielleicht sollte ich mich doch nicht einfach ganz so großspurig mit irgendwelchen Größen der deutschen Literatur anlegen. Denn seien wir mal ehrlich: Die meisten sind gar nicht mal so übel und haben sich ihre Lorbeeren hart erarbeitet und schwer verdient. Aber trotz alledem mag ich meine Lyrik, auch wenn sie in „Werke eines großen Meisters“ nicht allzu häufig anzutreffen ist, aber mal der Reihe nach:



Die größte Besonderheit von „Werke eines großen Meisters“ ist sicherlich, daß ich mit unheimlich vielen Sachen spiele. Das fängt bei dem ironisch gemeinten Titel an, der aber durchaus seine Begründung im Buch findet. Spoilern kann ich hier nun leider nicht, da ich allen die das Buch noch nicht gelesen haben, eine Menge am Spaß beim Lesen nehmen würde. Auch, daß der Hauptcharakter das Buch, was ja von ihm handelt (also „Werke eines großen Meisters“) immer und ständig bei sich trägt (und auch in ihm liest) gehört zum Spiel mit dem Buch dazu. Ebenso die vielen Kurzgeschichten die Schapo (Wer diese Blogtour eifrig verfolgt hat, weiß daß es sich dabei um den Hauptcharakter handelt.) auf ihre Art und Weise zu einem finsteren Geheimnis führen werden, sind meinem Spieltrieb mit allem was Literatur ausmacht geschuldet. Aber schauen wir uns nun die Sprache genauer an: Nicht nur, daß ich immer noch in der alten Rechtschreibung schreibe (Da sie sowohl zur Sprache als auch zum Stil der meisten meiner Geschichten einfach besser paßt.) In den meisten Fällen versuche ich mich an einer älter und gediegen klingenderen Sprache, die durchaus lyrische Elemente enthält und sich ein wenig Vorbildern wie Twain, Lovecraft und Poe aber eben auch deutsche Dichter wie Goethe oder Heine orientiert. Natürlich ist sie dabei moderner und eigenständiger, sie soll schließlich trotzdem noch leicht und eingängig zu lesen sein. Wobei ich auch sehr darauf achte, daß dies zum eigentlichen Charakter der Geschichte paßt, da für mich Sprache durchaus eine Geschichte und ihre Stimmung mitcharakterisiert.



Und nachdem ich ein so verrücktes Konzept mit meinem Buch verfolge und mit dem Begriff „Kurzgeschichtenerzählroman“ einfach mal so getan habe, als hätte ich eine neue literarische Untergattung erschaffen, (ob ich das wirklich habe müssen andere beurteilen,) durfte ein wenig Lyrik und das Spiel mit den Worten auch nicht fehlen. Ich finde ich habe auch hier ein paar neue und sehr spielerische Wege eingeschlagen. Wie mein Gedicht Träumerei(s)en beweißt:








Wenn man dort nämlich die Anfangsbuchstaben quer liest, beinhaltet es die Worte Träumerei(en)  und reisen. Wenn man nun noch ein r hinzufügen würde hätte man die Worte: Träumer reisen. Mit Sicherheit haben auch schon andere Autoren solche Spielereien in ihren Gedichten. Nur wüßte ich nicht wer das war. Auch in anderen Gedichten (vor allen in den Hexendichten) habe ich mir den Spaß erlaubt, nochmal mit den Worten zu spielen. Die poste ich hier aber nicht. Schließlich müßt ihr ja noch einen Grund haben, das Buch selbst zu lesen.


Gewinnspiel


Soweit zu meinem Artikel über mein Spiel mit Wort und Lyrik. Kommen wir nun zu den angenehmen Seiten im Leben, denn wie bei allen Stationen der Blogtour, könnt ihr auch bei mir an dem Gewinnspiel zum Ende der Blogtour teilnehmen.



Meine Frage dazu lautet:

Welche nicht allzu versteckten Worte enthält das Gedicht Träumerei(s)en?



Einfach in einem Kommentar die Antwort und die E-Mail-Adresse hinterlassen und ihr seid bei dem Gewinnspiel dabei. Ich freu mich schon auf eure Antworten.





Zu gewinnen gibt es:

1 Mal Werke eines großen Meisters Taschenbuch signiert
2 Mal Werke eines großen Meisters eBook Meisterwerksblogtouredition signiert

1 Mal einen ca. 20cm großen Plüschdrachen




Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf. Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert. Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Das Gewinnspiel endet am 09.06.2016 um 23:59 Uhr


Bereits erschienen in der Blogtour:
Das Cover, das sich ins Buch verirren konnte
Ein Kurzgeschichtenroman? Was ist denn das?
Chapeau Schapo, der Zylinder der zum Romanheld 
Und morgen folgt:
"Zauberwesen und kein Ende" auf http://meinefantasybuecherwelt.blogspot.de/

Freitag, 3. Juni 2016

Die Meisterwerksblogtour

 Ich weiß, wir haben es etwas geheim gehalten, aber ein paar Überraschungen muß es ja auch ab und an geben. Und so kann ich voller stolz die Meisterwerksblogtour ankündigen. Und diese beginnt Morgen und zwar hier.

Aber der Reihe nach:
Bald wird es ja mein nächstes Buch geben. Ich glaube sogar, ich hätte schon genug Material, um es auf diese Welt loszulassen. Nur: Dieses Buch soll (wie eigentlich immer) etwas besonderes werden und deshalb feile ich noch weiter am Inhalt, in der Hoffnung meine Leser wieder damit glücklich machen zu können. Also wird es so langsam Zeit - natürlich mit ein paar schönen Aktionen - mich von "Werke eines großen Meisters" zu verabschieden. Eine dieser wunderschönen Aktionen soll die Meisterwerksblogtour werden, die ich zusammen mit der fantastischen Sonja Schwatke von Buchreisender auf die Beine gestellt habe. Wir haben beide sehr viel Mühe und Arbeit investiert, um aus dieser Blogtour etwas besonderes zu machen. Und so hat die liebe Sonja fünf sehr charmante Leseratten um sich versammelt, um diese Blogtour zu begehen. Es wird also viel zu lesen - und natürlich auch etwas zu gewinnen - geben. Ich bin sehr gespannt, wie die Damen mein Buch fanden, da ich keine Ahnung habe, was sie so in ihren Artikeln schreiben werden.

Hier nun die kompletten Daten der Blogtour:
 Am 04.06. geht es los mit:

 Das Cover, das sich ins Buch verirren konnte
Über ein Cover das sich ins Buch verirren konnte und andere verrückte Dinge, die in „Werke eines großen Meisters“ geschehen
Mit diesem Thema wird sich Svenja Glaser auf ihrem wunderbaren Buchblog http://buechertraum.com  auseinandersetzen. Ich bin schon wirklich gespannt, denn dieser Link (der natürlich noch ins Leere führt) wird sich dann freischalten und die Blogtour einläuten

Am 05.06. geht es weiter mit dem Thema:

 Ein Kurzgeschichtenroman? Was ist denn das?
Damit hat sich die nicht weniger Kristin Schöllkopf  auf ihrem nicht weniger tollen Blog http://wurm-sucht-buch.blogspot.de befassen.

Jetzt bloß nicht schwächeln, denn am 06.06. wird uns Marie Lanfermann auf ihrem bezaubernen Buchblog http://www.vielleserin.de/ unter dem Motto "Chapeau Schapo, der Zylinder der zum Romanheld wurde" etwas über einen traumhaften Bibliothekar berichten.

Am 07.06. findet ihr dann auf meinem Blog (also genau hier) einen Beitrag, denn mit "Lyrik und andere schräge Worte. Das Spiel der Worte und andere Besonderheiten von „Werke eines großen Meisters“" darf ich mich selbst ein wenig beweihräuchern.

Bevor dann schon am 08.06 auf http://meinefantasybuecherwelt.blogspot.de/ das Thema  "Zauberwesen und kein Ende" mit den Unterthemen:
Das Drachenei des Columbus – Mythologie und ihre Urpsrünge.
Zauberei und Fantasy
Das magische in „Werke eines großen Meisters“
von der wunderbaren Vanessa Rautenberg behandelt wird.

Fast schon auf der Zielgraden angekommen, berichtet dann am 09.06. Simone auf http://monesbuecherblog.blogspot.de/ über Wundersame Traumwelten, mit den Unterthemen:
Über die Macht der Fantasie
Über Träume in der Literatur Über Traumwesen und wo sie herkommen.
Ich bin nun schon sehr gespannt, was für tolle Worte sie sich ausgedacht hat.

Und schließlich, am 10.06. wird mich die Hauptorganisatorin Sonja Schwadtke interviewen und damit sicherlich (und so wie ich sie kenne) für einen der vielen Höhepunkte dieser Blogtour sorgen.
Das ganze findet man dann auf http://buchreisender.de unter dem Thema „Werke eines großen Meisters“, wer steckt dahinter? Was plant er als nächstes?



Und als letztes kleines Schmankerl gibt es dann auch noch etwas zu gewinnen:
Der 1. Preis ist ein von mir signiertes Taschenbuch von "Werke eines großen Meisters".
Als 2. und 3. Preis gibt es jeweils zwei signierte E-Books von "Werke eines großen Meisters" als Meisterwerksblogtouredition.
Der 4. Preis ist ein wunderschöner und ca. 20cm große Plüschdrache.
Doch da Bilder mehr sagen als tausend Worte, seht selbst:



Jeder Teilnehmer darf an jeder Station der Blogtour an dem Gewinnspiel teilnehmen und somit seine Gewinnchancen erhöhen. Mehr dazu erfahrt ihr morgen, bei der ersten Station.
Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser Blogtour.

Ich jedenfalls bin schon sehr gespannt, was die Mädels so geschrieben haben. ;)

Euer
Kleckser


Donnerstag, 26. Mai 2016

Offener Brief an Herrn Tischer

Hallo, da bin ich wieder. Mitten aus der Versenkung aufgetaucht! Schön, daß ihr mir die Treue gehalten habt. Ja, um mich war es ganz schön still geworden, ich habe einfach mal ein wenig Ruhe gebraucht. In meinem Privatleben hat sich nämlich einiges geändert und ich mußte – und muß es teilweise immer noch – wieder auf die Füße fallen. Ganz ungenutzt habe ich die Zeit allerdings nicht gelassen, so habe ich unter dem Projekt "Gebt dem Weihnachtsork ein Zuhause" an meinem neuen Buch gearbeitet. Ich kann euch jetzt schon sagen: Aus dem barmherzigen Wohnraumbeschaffungsprojekt für grün pigmentierte Mitwesen ist schon viel mehr geworden, als ich gedacht habe. Ich bin (obwohl sich das Buch noch im Werden befindet) unheimlich stolz auf das, was ich da zustande gebracht habe. Ich kann euch schon soviel versprechen: Es wird wieder ein typischer Bernd Badura und doch – ja das ist auch typisch für mich – wieder völlig anders. Sehr frech und mit vielen frischen neuen Ideen. Außerdem habe ich fleißig an einem neuen Blogdesign getüftelt. Noch ist davon nichts zu sehen, aber bald soll hier alles schöner werden. Seid gespannt und laßt euch überraschen. Und falls jemand Verbesserungsvorschläge hat?! Immer her damit!

Eigentlich, ja eigentlich wollte ich euch jetzt mit einer tollen Neuigkeit überraschen, eines meiner Gedichte ist nämlich in der Zeitung gelandet. Aber aus aktuellem Anlaß und weil ich mich richtig geärgert habe, erzähle ich euch davon in meinem nächsten Artikel. (Bin trotzdem (und wie ich finde zu Recht) sehr, sehr stolz darauf.)

Aber nun zum Grund meines Ärgernisses. Hierbei handelt es sich um einen Artikel von Wolfgang Tischer, der in dem von ihm gegründeten Literaturcafe zu lesen ist. (Hier der Link,für alle die diesen Artikel lesen wollen.) In diesem Artikel wälzt er teilweise mit intelligenten Ansätzen, aber dann doch wieder stumpfsinnig die „Selfpublisher sind böse und talentlos“-Klischees der Verlagslobby vor sich her. Beim Lesen dieses Artikels pochen viele Seelen, ach! in meiner Brust. Ein Teil von mir will sich am Kopf kratzen, warum denn ein Mitglied der Jury des von neobooks ausgepriesenen Indie-Autoren-Preises die Selfpublisherszene mit soviel Verachtung übergießt. Man fragt sich, was dies über neobooks, den Preis an sich und seine Juroren aussagt. Ein anderer Teil von mir will diesen Artikel für Satire halten, herzhaft über seine Plattitüden lachen und sich fragen, ob Herr Tischer es mit diesem oberflächlichen Murks nicht darauf anlegt, von Herrn Erdogan verklagt zu werden. Ein anderer Teil ärgert sich maßlos über diesen Artikel, da er mich und viele von mir sehr geschätzte Autorenkollegen einfach und mit einer nonchalanten Arroganz in den Selfpublisher/Hybridautoren-Sack steckt und einmal kräftig draufhaut, als ob es eine homogene Selfpublisher-Szene gäbe, die man komplett über einen Kamm scheren kann. Sorry Herr Tischer, damit beleidigen Sie mich, einige sehr guter und kompetenter Autorenkollegen und zudem meine Leser, die mir die Treue halten und an mich glauben. Und spätestens bei letzterem verstehe ich überhaupt keinen Spaß mehr. Und deshalb schreibe ich Ihnen nun diesen offenen Brief:

Sehr geehrter Herr Tischer,

Sie haben – wenn ich mich recht entsinne – ja damals sogar ein kleines eBook auf den gängigen amazon-Selfpublisher-Weg gebracht, das Selfpublishern helfen sollte, ihre Bücher zu formatieren. Sie sind – wie oben erwähnt – einer der Juroren des Indie-Autoren-Preises. Was also ist passiert, daß Sie mit einer solchen Verbitterung und Verachtung auf die gesamte Indie- und Selfpublisherszene herabsehen? Was haben Ihnen die Hybridautoren und Selfpublisher getan, damit Sie Ihre heilige Wut an ihnen mit Halbwahrheiten und überkommenen Klischees abarbeiten müssen?

Aber mal zu Ihrem Artikel: Sie sagen, Selfpublisher sei kein Stigma mehr, um dann im nächsten Satz die gesamte Szene zu stigmatisieren und sie mit den immer gleichen (und faktisch falschen) Klischees der großen Verlagshäuser zu überziehen. Natürlich finden die Großverlage nicht viele freundliche Worte, wenn es um die Selfpublisher-Szene geht. Natürlich versuchen sie diese zu brandmarken, zu stigmatisieren und sie aus ihren Verteilungsmechanismen fernzuhalten, wo sie nur können. Sie sind Konkurrenz! Durch sie werden ihre Gewinne geschmälert. Und darum geht es heutzutage den Großverlagen leider ausschließlich: Um Geld! Die Tage, an denen das Buch noch ein Kulturgut war, scheinen passé. Damals hieß es noch: Lesen bildet! Ein Spruch, den man heutzutage gar nicht mehr hört. Damals gab es noch Bildungsbürger die sich – zugegeben ein wenig spießig und elitär verhaltend – mit Büchern und ihren Werten befaßten. Heutzutage kümmert dies nur noch eine fast schon verschwindend kleine Minderheit. Bücher scheinen mehr und mehr eine Konsumware, statt ein tragender Bestandteil unserer Kultur zu sein. Kleines Beispiel: Mir fallen dutzende Autoren ein, die nach dem 2.Weltkrieg für Kunst und Kultur standen und die in aller Munde waren. Brecht, Tucholsky, Mann und Kästner – um spontan ein paar aus den Ärmeln zu schütteln – kennt nun wirklich ein jeder, der sich irgendwie gebildet nennen will. Und heute? Spätestens nach dem Tod von Günter Grass fällt es schwer, auch nur einen Autoren zu nennen, auf den obiges zutrifft. Wie gesagt: Bücher sollen den großen Verlagshäusern Geld bringen. Auf innere Werte wird dabei eher wenig Rücksicht genommen. Ich habe sogar das Gefühl, daß sie als störender Faktor bei der Konsumierbarkeit der Bücher empfunden werden. Und daran wollen Sie den Selfpublishern eine Mitschuld geben? Ernsthaft?

Sie wissen schon, daß dies ein schleichender Prozeß ist, der nun schon viele, viele Jahre anhält. Warum kam denn nach Günter Grass keine weitere Autorenriege, die für Kunst und Kultur steht nach oben? Deutschland, Land der Dichter und Denker, wo sind deine Dichter und Denker hin? Sind sie ausgestorben? Wohl kaum! Sie sind nur nicht mehr so gefragt wie früher. Und das ist mehr als schade, waren sie doch stets am politschen und moralisch-ethischen Diskurs unseres Landes beteiligt. Sie fehlen als Wertebringer und auch als – teils leider notwendiger – mahnender moralischer Zeigefinger. In der Öffentlichkeit ist die Literatur zum Nachdenken einer Literatur zum Konsumieren gewichen. Glitzervampire statt Glasperlenspiel. Und diese Schuld scheinen Sie, lieber Herr Tischer, auf den Schultern der Selfpublisher abladen zu wollen. Sie müssen doch selber wissen, daß dieser Gedankengang falsch ist!

Weder für den Twilightboom, noch für das mediale Interesse an Shades of Grey können die Selfpublisher irgendetwas. Sie können auch nichts dafür, daß sich in den Bestsellerlisten soviel belanglose Konsumware tummelt. (Liebe Leser dieses Artikels, versteht mich bitte nicht falsch: Ich habe nichts gegen reine Unterhaltungsliteratur, sie gab es immer und sie wird es immer geben. Sie erfüllt unbefriedigte Sehnsüchte und Bedürfnisse, daran ist nichts Schlechtes. Es ist weder etwas ehrenrühriges daran, sie zu lesen, noch sie zu schreiben. Was mich mit Sorge erfüllt, ist daß sie mehr und mehr die sogenannte anspruchsvolle Literatur aus dem Bewußtsein unserer Gesellschaft verdrängt hat.)

Finden Sie wirklich, daß die Selfpublisherszene ein Markt für das Minderwertige ist, wie es in einer ihrer Überschriften heißt?
Zugegeben, unter den Selfpublisherwerken findet sich so ziemlich alles. Und wie Theodore Sturgeon so treffend sagte: 90% von allem ist Mist! Sprich: Ja, es findet sich auch viel Mist unter den Werken der Selfpublisher, keine Frage! Und wenn man ungefiltert in diesen Markt schaut und sich einfach per Zufall Bücher herauspickt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß an diesen Mist zu gelangen. Nun aber zu behaupten, daß dort alles Mist sei ist schlichtweg Bullshit! Zumal die gesamte Literaturszene derzeit – wie ich finde – sehr kränkelt und es unheimlich schwer ist ohne ein gewisses Insiderwissen an gute Bücher zu gelangen. Wie gesagt: 90% von allem ist Mist, dies gilt auch für die Publikationen der Großverlage.


Und mal einen Satz zu ihrer These über „Berichte über überstandene Krankheiten, die anderen Mut machen sollten und doch nur langweilten.“ Vielleicht hat sich der Autor mit diesem Buch eine ganze Menge Ballast von der Seele schreiben können. Und vielleicht hat dieses Buch Ihnen (und auch mir) nicht helfen können. Aber stellen Sie sich nur einen Leser vor, bei dem dies anders war. Dem es wirklich half eine sehr schwere Zeit zu überstehen. Ist dieses Buch damit immer noch wertlos? Vorsicht also mit ihrem Werturteil!

Und da Sie ja die Verlagshäusern früherer Zeit so sehr als Gralshüter anpreisen, die uns vor ach so schlechten Büchern bewahrt haben. (Die wir nun alle wegen der Selfpublisherszene lesen müssen.) Ihnen ist schon bewußt, daß ein Erich Maria Remarque weit über 100 Verlage anschreiben mußte, bevor ihm ein Kleinverlag endlich eine Chance gegeben hat und "Im Westen nichts Neues" veröffentlicht wurde, oder? Immer wieder hagelte es Absagen, weil für ein so schweres Kriegsbuch keine Leser zu finden seien. Was wäre uns entgangen, wenn Remarque nicht so hartnäckig gewesen wäre? Auch Rowling mußte kämpfen, bevor „Harry Potter“ endlich erschien. Wer weiß wieviele Perlen der Literatur diese Gatekeeper uns vorenthalten haben. Wenigstens dies kann nun nicht mehr passieren, wenn sich der Autor traut sein Buch selbstzuverlegen. Wobei natürlich – und zugegebenermaßen – die Gefahr besteht, daß dieses Buch in der Schwemme an Büchern untergeht. Aber wenigstens existiert es – wenn auch mehr theoretisch – in der Welt des Buchhandels und ist für jedermann erhältlich.

Auch ihr Vorwurf durch die Selfpublisher-Szene sei es zu einem Raubbau an Preisen und Formaten gekommen, läßt sich auf dem 2. Blick nicht halten.
Zugegeben: Mit der immer noch anhaltenden Selfpublisherschwemme und dem damit einhergehenden Druck aufzufallen, gab es genügend SPler, die ihre Preise viel zu sehr nach unten korrigiert haben. Das stimmt. Aber: Die eBookpreise waren nun einmal wirklich zu hoch angesetzt. Und auch wenn die BilligSPler dem Markt Schaden zugefügt haben sollten, haben sie in letzter Konsequenz die Preise nur auf ein realistisches Maß herunter korrigiert. Aber auch hier muß klar gesagt werden: Es sind einige schwarze Schafe, nicht die gesamte Szene, die so gehandelt hat.

Aha, eine Stärkung der Autoren kennen Sie als Leistung der SPler-Szene an. Soviel Großmut hätte ich Ihnen fast schon nicht mehr zugetraut. Aber auch hier finden Sie ein Haar in der Suppe. Die sogenannten Dienstleisterverlage scheinen Ihnen ein Dorn im Auge zu sein. Ja, diese Verlage gab es vorher nicht. Aber ist diese neue Form des Verlagswesens, bei der man Dienste wie Lektorat, Cover und Buchsatz einfach dazubuchen kann, nicht allemal besser als die alten Druckkostenzuschußverlage mit ihren Mondpreisangeboten?

Und ja: Die Autoren haben insgesamt durch die Spler-Plattformen zu einem neuen Selbstbewußtsein und Selbstverständnis gefunden. Was ist schlecht daran?

Lesernähe, Drogensucht und MAKE! MONEY! FAST!“ Wirklich so sehen Sie die Selfpublisher-Szene?



Erstmal haben Sie ja Recht, die Selfpublishing-Szene hat zu einer ganz neuen Lesernähe geführt. Das zumindest haben Sie richtig erkannt. Als Selfpublisher ist man nicht nur Autor, sondern übernimmt auch so ziemlich jede Verlags- und PR-Entscheidung. Man managed sich quasi selbst. Das führt automatisch dazu, daß sich eine ganz neue Lesernähe aufbaut. Aber was ist schlimm daran, daß der Leser und Fan nun beim finalen Coverdesign mitentscheiden darf? Verstehen Sie mich nicht falsch, diese Fannähe ist durchaus ein zweischneidiges Schwert, aber aus ganz anderen Gründen, als die von Ihnen aufgeführten. Denn Lesernähe aufzubauen geht von der Zeit ab, in der ein „normaler Autor“ am Buch arbeiten würde. Und Zeit, die ein Autor in sein Werk investiert, ist ein wichtiger Qualitätsfaktor. Kein Autor, der was auf sich hält, möchte in der Qualität seines Buches Kompromisse eingehen. Wir alle wollen das Bestmögliche aus unseren Büchern und unseren Ideen herausarbeiten. Und dazu braucht es Zeit, viel Zeit. So viel Spaß es auch macht sein eigener Herr zu sein, sein Buch zu layouten und mit Gimp seine Plakate und sonstigen Grafiken zu erstellen. (Gibtes hier noch irgendjemanden der mein Buchtrailer zu Werke einesgroßen Meisters noch nicht gesehen hat? Alles mit Gimp gemacht,außer der Musik natürlich. Über tausend Einzelbilder. Und dasBeste ist: Bevor ich damit angefangen hatte, wußte ich nichteinmalwirklich, daß ich so etwas kann!) Aber von alledem, was mich vom Schreiben abhält, ist die Nähe zu meinen Lesern etwas Besonderes, Herausstechendes und einfach nur Wunderschönes. Wissen Sie, ich bin wirklich nicht abgehoben und halte mich nicht für etwas besseres, trotz alldem empfinde ich es als großes Privileg belletristischer Autor sein zu dürfen. Eben wegen den Reaktionen der Leser. Haben Sie auch nur die geringste Ahnung, wie toll es ist, wenn man die Menschen gepackt hat? Wenn erwachsene und gestandene Männer plötzlich mit den verträumten Augen eines kleinen Kindes und völlig verzaubert in deiner Lesung sitzen? Wissen Sie wie es ist, wenn es deinen Lesern ein unheimliches Bedürfnis ist, dir zu sagen, wie toll sie dein Buch fanden. Wie sehr es sie bewegt, zum Nachdenken, träumen und Lachen gebracht hat? Wenn deine Leser an dich glauben und für dich Werbung machen? Aus ganz Deutschland zur Buchmesse nach Leipzig reisen – darunter auch Leser die schon mehr als zwanzig Lesungen von dir gesehen haben – nicht wegen der Buchmesse, sondern wegen dir? Das alles sind unheimlich bewegende Momente. Sie haben ja keine Ahnung, wie viele tiefberührende Szenen ich als Autor schon erleben durfte. Das emotionalste Ereignis war sicher, als ich einer schwerkranken Frau mein Buch zukommen ließ und sie sich ständig und immer wieder überschwänglich bedankte. Ich könne ja gar nicht verstehen, was für eine Freude ich ihr damit gemacht hätte. Und Freude sei selten geworden in ihrem von Schmerzen geplagten Leben. Ein paar Tage später war diese Frau tot. Ein merkwürdiges, aber auch irgendwo schönes Gefühl, ihr die letzten Tage ihres Lebens noch ein wenig schöner gemacht zu haben.



Gut, zugegeben, manchmal habe ich zwar ein wenig Angst auf ein Podest gestellt zu werden. So kommt es auf Lesungen immer mal wieder vor, daß der ein oder andere Zuhörer oder Leser anfängt mit mir zu diskutieren und zu philosophieren, als sei ich Balzac persönlich. Ich muß dann innerlich immer ein wenig schmunzeln, halte ich mich doch für einen normal sterblichen Menschen. Gut, ich bin Schriftsteller und habe auch viel Spaß daran, in meinen Werken zu philosophieren, aber deshalb habe ich weder das Leben an sich noch dessen Sinn besser verstanden als irgendjemand sonst auf diesem Planeten. Aber auch dies macht Spaß und auch daran habe ich meine Freude.



Aber bevor wir hier in Sentimentalitäten abschweifen, kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: Sie sagen, daß diese Nähe zu den Lesern bei den Selfpublishern zu so etwas wie einer Obsession geworden ist. Bis auf einen verschwindend kleinen Anteil halte ich dies für Unsinn. Ich jedenfalls bin nach diesen Reaktionen nicht süchtig, auch wenn ich viele von ihnen in meinem Herzen bewahre. Nein, für mich sind es wunderschöne Momente, aber ich brauche sie nicht, um ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können. Ich würde mich weder dafür verstellen, noch verbiegen. Und auch wenn einige meiner Leser wirklich enge Freunde geworden sind, so müssen sie mich doch nehmen, wie ich bin. Bisher suche ich nicht das Bad in der Menge, sondern versuche, meine Bücher an den Leser zu bringen, da sie mit viel Herzblut geschrieben sind und ich den Lesern mit ihnen Freude bereiten will. Und ich glaube nicht, daß sich dies eines Tages ändern wird. Sie schreiben weiter von den Plagiaten, die stattgefunden haben. Auch da glaube ich nicht, daß es aus einer Sucht nach Lesernähe gekommen ist. Schauen Sie: Der Selfpublishermarkt ist immer noch sehr jung und furchtbar überlaufen. Wenn man hier nicht trommelt und schlägt, dann geht man gnadenlos in der Menge unter. Also macht man auf sein Buch aufmerksam, wo man kann. Man begibt sich in eine Art Hamsterrad, das sich dreht und dreht und dreht und das ständig bedient werden will. Könnte hier noch ein Leser lauern, oder da? Könnte man hier vielleicht nicht noch ein wenig mehr Werbung machen? Die Zeiten in denen man zum Schreiben kommt werden immer seltener. Und ja, die Suchtgefahr ist groß. Ich bin noch früh genug aus diesem Hamsterrad entkommen, unter anderem auch, weil ich eben KEIN Mainstreamautor bin. Ich will Bücher schreiben, die die Menschen lesen, nicht bloß konsumieren. Also bin ich – wie viele meiner Autorenkollegen – einen anderen Weg gegangen. Wir bereisen mehr die Kleinkunstbühnen unserer Region und haben dort Spaß mit unseren Lesern. Inzwischen ist hier ein sehr starkes familäres Verhältnis entstanden. Ich habe sehr viel gute Autoren kennengelernt und ihres Talentes wegen schätzen gelernt. Trotz alledem wundert es mich nicht, daß es nun mehrere Selfpublisher gab, die plagiiert haben. Erstens: Weil es immer schon Plagiate gab, auch in der Verlagswelt. Zweitens: Nun gut, ich kannte diese Autoren zwar nicht, aber ich kann mir vorstellen, was dieser Druck sich bei dieser riesengroßen Masse an Autoren durchzusetzen mit einem anstellen kann. Und da sind nun einmal ein paar Autoren gestrauchelt und haben diesem Druck nachgegeben. Drittens: Bei der Menge an Selfpublishern findet sich immer das ein oder andere schwarze Schaf. Trotz all dem muß klipp und klar festgehalten werden: Dies sind Ausnahmen. Das Gros der Selfpublisher und Hybridautoren hat mit diesen Auswüchsen nichts zu tun und gehört auch nicht mit ihnen in einen Topf geworfen.



Aber all diese Aussagen von Ihnen gehen ja noch, auch wenn Sie die Selfpublisher Szene nur aus einem Blickwinkel heraus und mit einer sehr vorgefertigten Meinung beurteilen. Doch ihre letzte Aussage schießt nun wirklich den Vogel ab. Bei dieser kommen Sie mir schon vor wie ein präpubertäres Kind, das sich Papis Morgenmantel und eine Schaumpfeife geschnappt hat, um dann mit aller Arroganz dieser Welt den Literaturpapst spielen zu dürfen! In der Selfpublisherszene finde sich also keine Kunst? Die sei nur im Literaturbetrieb der Verlage zu finden? Ihre Literaturwebseite soll ja schon mehrere Preise gewonnen haben. Sind Sie nun auf der Jagd nach einem weiteren? Die goldene Narrenkappe etwa? Oder wollen Sie nur den verknöcherten Mist der ewig gestrigen nachplappern? Gut, ich bin schon länger kein reiner Selfpublisher mehr und muß mit diesem (ich zitiere aus ihrem Artikel) „schrecklichen Wort des Hybridautoren“ belegt werden. Trotzalldem geht mir die arrogante Haltung, mit der Sie dies von sich geben, gehörig gegen den Strich! Damit beleidigen Sie einige der Autoren, mit denen ich so gerne, bei Vernissagen, in Museen oder auch auf den Kleinkunst-Bühnen dieser Region auftrete. Sind unter ihnen doch auch einige Selfpublisher zu finden. Sie mögen vielleicht nicht das machen, was Sie unter Kunst verstehen, so schmieren sie keine Scheiße an die Wände, um gegen die Unterdrückung ihres Vaters zu protestieren, oder machen sonst irgendwelche Pseudoaktionen, die diesen merkwürdigen Kunstbetrieb von heute bedienen würden, aber zu behaupten, sie seien keine Künstler, das ist herablassend und beleidigend. Oder wollen Sie sagen, Sie hätten Kunst in Gänze verstanden, wo es bis heute keine abschließende und allumfassende Definition des Wortes Kunst gibt? Und außerdem beleidigen Sie meine Leser, die mir schon die Treue gehalten haben und zu mir gestanden haben, als ich noch ein Selfpublisher war, wenn Sie behaupten, daß in der SPler-Szene nur und ausschließlich Unterhaltung zu finden sei. Ich selbst lege es zwar nicht darauf an, unbedingt „Kunst“ zu verbrechen, sondern schreibe Bücher aus diversen Gründen. Damit von mir Spuren bleiben, wenn ich nicht mehr bin. Nicht für die Welt, sondern für meine Liebsten, die einfach ein Buch aufschlagen müssen, um dort Worte vorzufinden, in die ich meine Seele gelegt habe. Ich schreibe Bücher, da es für mich selbst immer weniger Bücher in der Literaturszene gibt, die mir gefallen. Dies gilt es zu ändern. Und ich schreibe Bücher, weil die Geschichten und Worte in meinem Kopf irgendwann einfach raus und zu Papier gebracht werden müssen, sonst würde mein Hirn sicherlich irgendwann einfach explodieren. Aber ich schreibe eigentlich keine Bücher, um Kunst zu machen. Ich habe es anfangs mal versucht, aber da kam nur Murks raus, also lasse ich das. Trotz alledem empfinden meine Leser meine Bücher als Kunst. Und Ihnen das zu verwehren, erinnert an ein kleines bockiges Kind, das sich – mit den Fäusten trommelnd – auf den Boden schmeißt und schreit: „Nein, das ist keine Kunst!“ Aber ich bin ja eh nur ein Autor von „Adjektivgetränkter kitschigster Fantasy mit vorhersehbaren phrasengetriebenen Plots“, was ist meine Meinung schon wert? Auch wenn ich mich frage, was Sie mit diesem Satz aus ihrem Artikel eigentlich erreichen wollen. Mir alter Adjektivschleuder Konkurrenz machen, oder einfach nur aufzeigen, daß Sie voller Vorurteile stecken? Jetzt bin ich ja mal gespannt, ob Sie die Chuzpe besitzen, sich in die Niederungen des Blogs eines ehemaligen Selfpublisheres zu begeben und zu meinem Brief Stellung beziehen. Wollen Sie mich vielleicht sogar attackieren, Angriffspunkte habe ich Ihnen – durch meine Offenheit – ja mehr als genug gegeben. Ich jedenfalls bin auf Ihre Antwort gespannt!



Mit einem freundlichen „Ei wo isser denn?“
Ihr Bernd Badura

Montag, 22. Februar 2016

Plagiate – Jeder Autor schreibt doch ab

Ist ja auch logisch oder? Schließlich gibt es doch eh nichts Neues mehr! Jedes Buch ist so oder so ähnlich schon mal dagewesen! Neue Inovationen in der Literaturszene sind schon lange passé! Warum dann also nicht gleich abschreiben?

Meine Meinung dazu: Falsch! FALSCH! Falsch! Ganz falsch und alles falsch!


1. Klar, wenn man einmal die unzählige Liste an Literatur seit Anbeginn der Zeit betrachtet, zu der täglich noch unzählige Bücher dazukommen, dann kann man schon den Eindruck gewinnen, das es jedes Buch schon einmal gegeben hat. Bei genauerer Betrachtung aber, wird man feststellen, daß sich Literatur weiter und weiter und immer weiter entwickelt hat. Nicht nur die Sprache hat sich entwickelt, sondern auch die Themen mit denen sich Menschen beschäftigen, scheinen sich im Kern zwar immer um die gleichen urmenschlichen Dinge zu drehen, aus ihnen spricht aber trotzdem immer ein gewisser und einmaliger Zeitgeist.
Der olle Goethe zum Beispiel hat viele tolle Sachen geschrieben! Doch! Ganz ehrlich! Ich mag vieles (nicht alles) was er geschrieben hat. Einiges von ihm ist sogar ziemlich grandios und absolut genial. Er hätte aber niemals einen Science Fiction Roman alla Jules Verne zustande gebracht. Mit Goethe wären wir niemals 2.000 Meilen unter dem Meer abgetaucht. Und Jules Verne? Gut der ist zwar in einem seiner Geschichten zum Mond gereist, aber SiFi, die das heute tut, sieht ganz anders aus als damals. 
Zumeist wesentlich technischer, aber auch oftmals psychologischer, denn es gibt heutzutage genug Science-Fiction-Literatur, die die Auswirkungen eines solchen Weltraumabenteuers und die damit einhergehende Einsamkeit auf die menschliche Psyche behandelt. Ganz anders noch, als Mitte der 70iger Jahre des letzten Jahrhunderts, in dem so ein Weltraumabenteuer eben genau das war:
Ein Abenteuer mit einem Wunderding, daß sich Raumschiff nannte. Und heute? Nun ganz plötzlich hat sich die Science Fiction wieder verändert, und es kam das auf, was wir unter Cyberpunk kennen. Plötzlich waren Computer, Internet und virtuelle Realitäten im Fokus der Autoren, Dinge die früher noch völlig undenkbar gewesen wären. Merkt ihr die stetige Weiterentwicklung?
Genug über Science Fiction, auch wenn ich als großer Phantastik-Nerd auch riesen Fan dieses Genres bin und mich stundenlang darüber auslassen könnte. Kommen wir nun lieber zum nächsten Punkt:


2. Jeder Mensch ist einmalig!
 Du!
 Ich!
 Wirklich jeder!
Jeder hat seinen eigenen Hintergrund, seine eigenen Erfahrungen und Abenteuer erlebt. Klar jeder Mensch hatte seine Kindheit, wurde zum Erwachsenen etc. p.p., dieser Weg ist vorgezeichnet und doch verläuft er für jeden äußerst individuell, deshalb sind wir auch alles Individuen. (Welch Erkentniss! Man stelle sich vor: Alles Individuen!)
Deshalb schreibt auch jeder Autor anders, selbst wenn er die gleiche Geschichte erzählt. Einen Krimi zum Beispiel: Mann erschießt Frau. Du kannst schon die Tat auf tausend und eine Art erzählen, und dann bleiben dir nochmals tausend andere Wege eine komplette Geschichte darum zu spinnen. Ist das Motiv der Tat wichtig? Oder soll man es ganz weglassen? Ist es eine Action.Geschichte oder ein psychologisches Ding? Soll er mit der Tat durchkommen? Soll er gefaßt werden? Und wenn ja: Von wem? Scheinbar die gleiche Geschichte gliedert sich in immer und immer weiteren Varianten auf, bis diese Bücher schließlich völlig unterschiedlich sind. 
Also ihr lieben Autorenkollegen, schreibt stets euer eigenes Buch, mit euren eigenen tollen Ideen und Einfällen. Kommt mir ja nicht auf die Idee abzuschreiben und zu plagiieren – zumal dies nichts weiter als geistiger Diebstahl und Betrug ist – sorgt dafür, daß eure Bücher genauso wunderbar und einmalig seid, wie ihr selbst.

Wie ihr seht: Es ist doch nicht alles schon dagewesen auch wenn jedes Buch seine Einflüsse hat, die man meist auch nachvollziehen kann, so ist ein wirkliches Plagiat trotz alledem noch etwas ganz, ganz anderes. Es ist eben geistiger Diebstahl, weil der Autor sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, die Ideen eines anderen Autoren zu etwas anderem und seinem eigenen zu machen und weil dieser Autor die Öffentlichkeit betrügt und sich mit fremden Federn schmückt.

Aber wie komme ich gerade jetzt darauf? Nun, derzeit sind Plagiate das heiße Thema in der Autorenszene, nachdem 2 (oder inzwischen auch schon mehreren) mehr oder weniger namenhaften Autoren (ich muß gestehen: Ich kannte sie vorher nicht!) in der Selfpublisher-Szene solche Plagiate nachgewiesen werden konnten, wittert nun so mancher überall Plagiate und schmeißt mit seinen Plagiatvorwürfen nur so um sich. Eigentlich nur eine Frage der Zeit bis es so ziemlich jeden Autoren – ja auch mich – getroffen hat. Und vielleicht ist da ja sogar etwas dran. Ja, ich muß gestehen: Ich habe Worte verwendet, die auch von anderen Autoren verwendet wurden. Das Wort "nicht" zum Beispiel kommt in meinen Werken vor, und ich glaube ich habe es auch schon einmal beim Geheimrat Goethe gelesen zu haben. Oh mein Gott! Ich habe Goethe plagiiert! Irgendeinen alten Schinken von irgendeinen alten Sack! AHHHH! Ich bin schuldig! Stellt mich an den Pranger und bewerft mich mit ranzigen Radieschen! Oder zumindest mit gelbstichigen Gorgonzola! Ich habe es verdient, ich habe mich an den hohen Göttern der kulturellen Kunst vergangen!

Aber nun mal Spaß beiseite! Würdest du ein bißchen zur Seite rücken Spaß? Wie du magst nicht? Ich kann auch schieben! *ARGHHH!* Oder drücken! *Drüüüück* Verdammt, der Spaß bewegt sich keinen Millimeter. Nun gut, man kann auch ernste Themen mit der richtigen Prise Humor würzen, also weiter im Text:

Nun sind also die ganzen Plagiaten-Jäger unterwegs und versuchen die Szene, von Plagiatoren zu säubern, da sie ja schädlich für den Ruf der ganzen Autorenszene sind. Dann gibt es da wieder die andere Seite, die (vielleicht gar nicht mal so zu Unrecht) eine Hexenjagd wittern und behaupten, daß man Plagiatoren nicht öffentlich an den Pranger stellen darf, zumal die Selfpublisher-Szene ja nicht aus Personen des öffentlichen Interesses besteht. 
Hm, habe ich mich durch meine Autorentätigkeit in eine Person des öffentlichen Interesses verwandelt? Also ich hatte ja schon ein paar Zeitungsartikel, habe in Leipzig ausgestellt und wurde schon von manchen Fremden und Bekannten auf offener Straße auf meine Autorentätigkeit angesprochen. Macht mich das zu einer Person des öffentlichen Interesses? Ich glaube eigentlich nicht, das dem so ist. Zumal ich ja auch meine Person gar nicht so in den Fokus rücken mag und lieber hinter meine Bücher zurücktrete. Finde meine Geschichten nämlich viel interessanter, als mich selbst, aber gut. Zumal diese Frage für diesen Artikel auch eher zweitrangig ist.
Mir geht es vor allen darum, daß ein Plagiat eben nicht nur den Diebstahls geistigen Eigentums darstellt, sondern eben – wenn man damit an die Öffentlichkeit geht – auch einen Betrug an der Öffentlichkeit! Schließlich ist der Plagiator mit seinem Plagiat ja auch in die Öffentlichkeit gegangen und hat sich dort mit diesem Werk geschmückt. Von daher hat die Öffentlichkeit auch definitiv ein Recht darauf, zu erfahren, was für Plagiate so durch den Buchäther kreisen! Allerdings muß auch stichhaltig belegt werden, daß ein solches Plagiat vorliegt. Einfach nur „Plagiat! Plagiat!“ zu schreien und mit dem Finger auf irgendwelche Autoren zu zeigen – wie es derzeit allzu oft geschieht – kann keine Lösung für ein Problem sein, sondern schafft einfach nur neue Probleme. Auch wenn mir durchaus bewußt ist, daß einige Neider in der Autorenszene jeden anderen Autoren am liebsten an den Pranger stellen würden, um, sich so lästige Konkurrenz vom Hals zu halten, erinnert dieses Verhalten doch mehr an Babys, die Schreien: „Mama! Mama! Der böse Onkel da hat mir den Schnuller geklaut!“
Und dann gibt es da noch ein Problem:
Wie gesagt, die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, wenn ein Plagiat vorliegt. Wozu die Öffentlichkeit aber kein Recht hat, ist sich zu einem wütenden Lynchmob aus Richter und Henker zusammenzuschließen, sich wie ein Heuschreckenschwarm auf den Autor zu stürzen und ihn im nächsten Shitstorm an den Pranger zu stellen und ihn mit ranzigen Radieschen und gelbstichigen Gorgonzola zu bewerfen!
 Schließlich leben wir hier immer noch in einem Rechtsstaat und auch ein Plagiator hat seine Persönlichkeitsrechte mit seiner Tat (auch im Internet) nicht abgetreten und wird somit auch nicht zum menschlichen Freiwild. Hugh! Ich habe gesprochen! Also behandelt auch ihn mit dem nötigen Respekt, schließlich ist niemand von uns frei von Schuld.

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Wie unserer Redaktion gerade mitgeteilt wird, hat der Autor Andreas Reinecke bei seinem Buch Nytrax – Außerwählt zum Element“ Ein sehr ähnliches Cover wie der Autor Bernd B. Badura mit „Werke eines großen Meisters“ verwendet!




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Was?
Wie?
Wo?
Ich werde plagiiert?
Wer wagt es?
Axo der da!
Hm, ja!
Das Cover sieht meinem wirklich sehr ähnlich! Aber das, was er so schreibt hat mit meinem Buch so überhaupt nichts zu tun, außer das es auch Fantasy ist. Und die Cover sind ja auch deutlich und gut zu unterscheiden. Also kann man nun wirklich nicht von einem Plagiat sprechen...
Ach egal! Was dieser Lynchmob kann, das kann ich schon lange! *grün vor Neid anlauf* *hulkmäßige Muskeln wachsen laß* *„Plagiator! Plagiator!“, ruf* *den Autor mit ranzigen Radieschen und gelbstichigen Gorgonzola bewerf* Nur ich darf Drachen im Cover verwenden! Jawoll! Wißt ihr alle bescheid! Und wer das sonst noch tut, dem wünsche ich den „Heiligen Wurzelsepp“ als Literaturpreis an den Hals! Und euch? Euch wünsche ich auch was:

Kommt mir gut durch die Woche, und nehmt meine ironische Ader am Ende des Artikel ja nicht zu ernst,
Euer Kleckser